Aufmerksamkeit zurück gewinnen

30. März 2026
Kristina.being-mode

Aus Psychologie und Forschung

Die Zeitschrift Psychologie heute vom März 2026 beschäftigt sich mit der Frage, wie wir wieder ganz bei der Sache sein können und was dazu führt, dass wir es nicht sind.

In einer Zeit, in der Benachrichtigungen, Mails und endloser Content um unsere Aufmerksamkeit konkurrieren, wird Konzentration schnell zur Mangelware. Der Artikel „Vom Glück, sich zu vertiefen“ aus Psychologie Heute greift genau dieses Problem auf und zeigt, warum es für unser Wohlbefinden so wichtig ist, wieder häufiger in echte Vertiefung zu kommen.

Der Kern der Botschaft ist einfach: Aufmerksamkeit ist begrenzt. Wer ständig zwischen Reizen, Aufgaben und Gedanken hin- und herspringt, erlebt den Alltag oft fragmentiert und oberflächlich. Vertiefung dagegen bedeutet, bei einer Sache zu bleiben, wirklich anzukommen und Erlebnisse bewusster wahrzunehmen.

Besonders interessant ist die Beobachtung, dass Ablenkung nicht nur von außen kommt. Viele Unterbrechungen erzeugen wir selbst: durch Grübeln, den Impuls zum Smartphone oder das schnelle Wechseln zur nächsten Aufgabe. Damit wird Konzentration nicht nur zu einer Frage der Technik, sondern auch der Selbststeuerung.

Der Artikel macht außerdem deutlich, dass innere Verfassung und Arbeitsumfeld eine große Rolle spielen. Stress, Zeitdruck und hohe Belastung erschweren es, fokussiert zu bleiben. Umgekehrt können bestimmte persönliche Eigenschaften helfen, sich besser zu regulieren und bei einer Aufgabe zu bleiben.

Spannend ist auch der weiter gefasste Blick: Vertiefung ist nicht nur ein Mittel für bessere Produktivität. Sie eröffnet auch die Möglichkeit, mit Menschen, Kunst, Natur oder Musik intensiver in Kontakt zu kommen. Wer sich wirklich einlässt, erlebt die Welt weniger als Reizstrom und mehr als etwas, das Resonanz auslösen kann.

"Je mehr Bewusstheit ich entwickle, desto mehr Freiheit, Flexibilität und Kreativität gewinne ich zurück" (siehe S.21, Psychologie Heute, Ausgabe 3/2026)

Für den Alltag lässt sich daraus einiges ableiten. Hilfreich können klar begrenzte Fokuszeiten, weniger parallele Reize und bewusste Pausen sein. Auch der Umgang mit dem eigenen Handyverhalten spielt eine Rolle. Wer Vertiefung wieder häufiger zulässt, gewinnt nicht nur an Konzentration, sondern oft auch an Ruhe und Erfüllung.

Achtsamkeitsbasierte Methoden, wie das MBSR-Programm werden im Artikel empfohlen und auch darauf hingewiesen, dass schon einzelne Techniken daraus, wie die regelmäßige Atembetrachtung, einen Unterschied machen können.


Wer sich für mehr dazu interessiert, sei auf die Zeitschrift verwiesen: Der Artikel belegt seine Thesen mit Forschungsergebnissen und ergänzend gibt es Hinweise für die zielführende Gestaltung von Pausen und philosophische Anregungen zu einer "hybriden Lebensführung".     


Quelle: Psychologie Heute: „Vom Glück, sich zu vertiefen“, Ausgabe 3/2026, Beltz Verlag.
URL: https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/44695-vom-glueck-sich-zu-vertiefen.html, Abgerufen am 30.03.2026.

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